Zum Inhalt springen
Modul 3 · Angebot

Coaching Angebot erstellen: So versteht dein Interessent sofort, was er bekommt.

Jemand fragt dich, was du eigentlich machst, und du fängst an zu erklären. Systemisch, lösungsorientiert, ganz individuell. Nach einer Minute nickt er höflich und fragt, ob du noch was trinken willst. In diesem Artikel baust du dein Angebot so, dass es in zwei Sätze passt.

Kurz gesagt

  • Ein Coaching Angebot beschreibt eine Veränderung. Methoden, Sitzungszahl und Material kommen erst danach.
  • Es braucht fünf Bausteine: für wen, was ihn gerade drückt, wo er danach steht, in welcher Zeit und zu welchem Preis.
  • Wenn du dein Angebot nicht in zwei Sätzen sagen kannst, ist es noch nicht fertig.
  • Ein Standardangebot für alle Kunden macht dich ruhiger im Gespräch, weil du nicht jedes Mal neu rechnest.

Woran du ein schwaches Coaching Angebot erkennst

Die meisten Angebote, die ich bei Coaches sehe, beschreiben den Coach. Ausbildung, Methode, Ablauf der Sitzungen. Das ist alles richtig, aber dein Interessent kann damit wenig anfangen. Er will wissen, was sich für ihn ändert.

Typische Zeichen, dass dein Angebot noch wackelt:

  • Du zählst Sitzungen und Minuten auf, bevor du sagst, wofür sie gut sind.
  • In deinem Angebot stehen Wörter wie ganzheitlich, individuell oder nachhaltig.
  • Interessenten fragen nach dem Gespräch, was genau sie eigentlich bekommen.
  • Du passt dein Angebot für jeden Kunden neu an, und dein Preis wackelt jedes Mal mit.

Die fünf Bausteine eines Coaching Angebots

  1. Für wen. Ein Mensch in einer Situation, die du konkret beschreiben kannst. „Führungskräfte“ ist eine Gruppe. „Führungskräfte, die schon am Sonntag Bauchweh vor dem Montag haben“ ist eine Situation, in der sich jemand wiedererkennt.
  2. Was ihn gerade drückt. So, wie er es selbst sagen würde. Ohne deine Fachsprache.
  3. Wo er danach steht. Etwas, das er im Alltag merkt. „Mehr Klarheit“ ist zu vage. Besser: Er klappt um 18 Uhr den Laptop zu und hat dabei keinen Knoten im Bauch.
  4. In welcher Zeit. Ein fester Zeitraum gibt deinem Kunden Sicherheit und dir einen Rahmen, in dem du ein Ergebnis überhaupt liefern kannst.
  5. Zu welchem Preis. Ein Preis für das ganze Paket. Wie du ihn ausrechnest, steht im Artikel zum Stundensatz im Coaching.

Vorlage: Dein Angebot in zwei Sätzen

Aus den Bausteinen machst du zwei Sätze. Im ersten steht, wo dein Kunde heute ist. Im zweiten, wo er nach eurer Zusammenarbeit ist und in welcher Zeit.

Vorlage

Satz 1: Du bist [Situation] und [Gefühl, das ihn gerade drückt].

Satz 2: In [Zeitraum] [Ergebnis, das er im Alltag merkt].

Beispiel

Du bist erschöpft und hast Angst, dass es nie aufhört. In drei Monaten machst du abends den Laptop zu, ohne schlechtes Gewissen.

Lies die zwei Sätze laut. Wenn du dabei stockst, sind sie noch zu lang. Und wenn sie so klingen, als könnte sie jeder Coach sagen, fehlt die konkrete Situation.

Finde heraus, welcher Baustein bei dir als Erstes fehlt

Sechs kurze Fragen, deine Auswertung siehst du direkt danach. Kostenfrei.

Kostenfreien Kundencheck starten

Paket statt Einzelstunden

Ein Angebot mit festem Ergebnis und festem Zeitraum ist fast immer ein Paket. Einzelne Stunden lassen sich zwar leichter kaufen, sie führen aber selten irgendwohin, weil dein Kunde nach jeder Sitzung neu entscheidet, ob er weitermacht.

Ins Paket gehört, was dein Kunde braucht, um ans Ziel zu kommen: Sitzungen, Begleitung zwischen den Terminen, Material. Beschreib das kurz und erst nach dem Ergebnis. Liest dein Interessent zuerst die Liste der Leistungen, fängt er an zu rechnen, was eine Stunde kostet. Steht das Ergebnis vorne, überlegt er, ob er es haben will.

Ein Angebot für alle Kunden

Viele Coaches bauen für jeden Interessenten ein eigenes Angebot. Das fühlt sich wertschätzend an, kostet aber jedes Mal Zeit und Sicherheit. Bei jedem neuen Angebot rechnest du neu, und mit jeder Rechnung wird der Preis ein bisschen kleiner.

Ich arbeite selbst mit einem Standardangebot. Der Rahmen und der Preis sind immer gleich, nur der inhaltliche Fokus richtet sich nach dem Kunden. Das macht meine Gespräche ruhiger, weil es nichts zu verhandeln gibt.

Warum es sich gerade am Anfang lohnt, alles auf genau ein Angebot zu setzen, und wie du entscheidest, welches bleibt, liest du in Ein Coaching Angebot für den Anfang.

Wenn du dein Angebot nicht in zwei Sätzen sagen kannst, kann dein Interessent es auch nicht weitererzählen.

So prüfst du, ob dein Angebot funktioniert

  • Du erklärst dein Angebot, ohne Sitzungen aufzuzählen.
  • Der Preis klingt nach dem Wert des Ergebnisses.
  • Interessenten fragen, wie es losgeht, statt was alles drin ist.
  • Dir fällt kein „aber“ mehr ein, das du hinterherschieben müsstest.

Und dann zählt die Praxis. Schreib nach jedem Erstgespräch auf, an welcher Stelle der Interessent nachgefragt hat. Kommt dieselbe Frage dreimal, gehört die Antwort ins Angebot. Wie du das Gespräch selbst führst, steht im Leitfaden fürs Erstgespräch.

Kostenfreies Erstgespräch

Lass uns gemeinsam auf dein Angebot schauen.

In 30 Minuten schauen wir, ob dein Angebot trägt und woran es liegt, wenn Gespräche im Sand verlaufen. Danach weißt du, was dein nächster sinnvoller Schritt ist.

Kostenfreies Erstgespräch buchen30 Minuten per Zoom, kostenfrei und ehrlich.

Häufige Fragen

Was gehört in ein Coaching Angebot?

Für wen es ist, was diese Person gerade drückt, wo sie nach der Zusammenarbeit steht, in welcher Zeit und zu welchem Preis. Methoden, Sitzungszahl und Material kommen danach.

Wie formuliere ich mein Coaching Angebot?

In zwei Sätzen. Im ersten beschreibst du die Situation deines Kunden heute, im zweiten das Ergebnis nach einem festen Zeitraum. Benutz dabei seine Worte und lass Fachbegriffe weg.

Brauche ich für jeden Kunden ein eigenes Angebot?

Nein. Ein Standardangebot mit festem Rahmen und festem Preis macht dich sicherer im Gespräch. Anpassen kannst du den inhaltlichen Fokus, den Rahmen lässt du gleich.

Wann nenne ich den Preis?

Im Gespräch direkt nach deinen zwei Sätzen, ohne „aber“. Ob du ihn auch auf deiner Website zeigst, ist eine eigene Entscheidung. Viele Coaches nennen ihn erst im Erstgespräch, weil sie ihn dort mit dem Ergebnis verbinden können.

Wer hier schreibt

Ich bin Nils Bodendiek, Business Coach für Coaches. 12 Jahre habe ich Unternehmen mit aufgebaut und geführt und später Websites, Funnels und Systeme für Coaches entwickelt. Heute helfe ich Coaches, Kunden zu gewinnen, auch ohne große Reichweite, mit System. Mehr über meine Arbeit

Kostenfreies Erstgespräch

Dein Angebot fühlt sich noch nicht rund an?

Vielleicht liegt es am Angebot, vielleicht an einer ganz anderen Stelle. In 30 Minuten finden wir gemeinsam heraus, was dich gerade bremst. Oder du startest mit dem Kundencheck und siehst es selbst.

Per Zoom, kostenfrei und ehrlich.